Die Arbeit muss gut lesbar sein! Das betrifft die inhaltliche Gliederung - den berühmten roten Faden - aber auch ein paar formale Dinge:

  • Schriftgröße, Zeilenabstand, Absätze, …
  • für das Verständnis notwendige Bilder und Tabellen im laufenden Text, zusätzliche, ergänzende Bilder und Tabellen im Anhang.

Die Arbeit muss übersichtlich und gut nachvollziehbar sein!

  • Querverweise auf Bilder, Tabellen, Gleichungen, andere Abschnitte, …
  • Ableitungen oder Quellenangabe für nicht selbstverständliche Dinge,
  • Beispielrechnungen, aber nicht für triviale Dinge,
  • Verzeichnis der verwendeten Symbole mit Maßeinheiten und der nicht selbstverständlichen Abkürzungen (also bitte nicht DIN oder VDI),
  • eventuell Verzeichnisse für Bilder und Tabellen.

Was ist selbstverständlich? Alles das, was ein durchschnittlicher Absolvent der betreffenden Studienrichtung aus dem Ärmel schütteln kann - oder können sollte!

Die Wichtung zwischen Literaturauswertung und eigener Arbeit / Diskussion muss stimmen! Tipp: Literaturteil kurz fassen, er ist Grundlage für das Verständnis des Problems. Weitere, ins Detail gehende Aussagen aus der Literatur können in die Diskussion der eigenen Ergebnisse eingebaut werden. Literaturaussagen, die für die Bearbeitung des eigenen Themas nicht erforderlich sind, gehören nicht in die Arbeit (auch wenn man Zeit und Kraft für das Lesen investiert hat).

Diskussion?

Daten und Ergebnisse werden am “Ort der Entstehung” diskutiert, nicht erst zusammengefasst im letzten Abschnitt. Der Leser / Gutachter möchte wissen, wie die Daten bewertet werden, bevor sie weiterverarbeitet werden.

Gliederung?

  • Beginnen Sie die Arbeit mit der Gliederung. Schreiben Sie hinter die einzelnen Gliederungspunkte die vorgesehene Seitenanzahl! Insgesamt (ohne Verzeichnisse und Anhang) sollten es etwa 50 Seiten sein.
  • Für eine Arbeit von 50 Seiten sollte eine Seite Gliederung reichen! Auf keinen Fall eine vierstufige Gliederung! Wenn möglich, verwenden Sie eine zweistufige Gliederung!
  • Sehr kurze Abschnitte können ja eine (fettgedruckte) Überschrift erhalten, aber keinen eigenen Gliederungspunkt!

Literaturzitate / Quellenangaben

  • Was? Alles, was weder Allgemeinwissen ist noch von Ihnen selbst erarbeitet wurde! Wie? So dass man es wiederfinden kann!
  • Buch: Autor, Titel, Verlag, Ausgabeort, Jahr, Seite
  • Zeitschriftenartikel: Autor, Titel des Beitrags, Zeitschrift, Jahrgang, Jahr, Seitenzahlen des Artikels, bei langen Artikeln zusätzlich die zitierte Seite
  • bei persönlichen Mitteilungen: Name, Firma, …
  • bei Internetquellen nicht nur die Startseite! Evtl. bei wichtigen Quellen die betreffende Seite kopieren und auf CD beilegen.

Anhang

  • Analysevorschriften, Apparateabmessungen, Versuchsparameter, …
  • Messdaten!
  • Quellcode selbst geschriebener Software?
  • Für das Verständnis des Textes nicht benötigte Tabellen, Bilder, …, die aber für das Nachvollziehen der Ergebnisse bzw. deren Bewertung wichtig sind.
  • Ein längerer Anhang, der beim Lesen der Arbeit nicht benötigt wird (aber vielleicht zur Fortsetzung der Arbeiten), kann auch auf CD beigelegt werden.

Literatur: L. und H. Hering: Technische Berichte, Vieweg, Braunschweig Wiesbaden 2000