Grundlage für die Durchführung der mündlichen Abschlussprüfung ist die Rahmenstudien- und Prüfungsordnung (RSPO 2016). Im Folgenden werden einige Bestimmungen der RSPO 2016 wiedergegeben und erläutert.

  • Die mündliche Abschlussprüfung darf erst durchgeführt werden, wenn die Abschlussarbeit und alle Module des Studiengangs bestanden wurden.
  • Mündliche Abschlussprüfungen finden in der Regel hochschulöffentlich statt, es sei denn, der oder die Studierende widerspricht.
    • Hochschulöffentlich heisst, dass Hochschulmitglieder (z. B. Studierende, Professoren) zuschauen dürfen - nicht jedoch Hochschulexterne (z. B. Freundin, Firmenbetreuer ohne offiziellen Lehrauftrag).
  • Die mündliche Abschlussprüfung wird von der Prüfungskommission durchgeführt. Sämtliche Mitglieder der Kommission sind prüfungsberechtigt [...].
    • Die Prüfungskommission besteht normalerweise dem Betreuer, dem 2. Gutachter sowie in einigen Fällen (z. B. beim Studienschwerpunkt Elektronische Systeme (dual)) einem zusätzlichen Vorsitzenden.
    • Typischerweise stellt der Betreuer die meisten Fragen.
  • Ein Bestandteil der mündlichen Abschlussprüfung ist ein circa 15-minütiger Vortrag des/der Studierenden über das Themengebiet und die Ergebnisse der Abschlussarbeit.
    • Bitte halten Sie die Zeitvorgabe unbedingt ein!
    • Ein Beamer steht zur Verfügung. Bitte sprechen Sie vorher mit dem Betreuer, wenn Sie ein Notebook benötigen. Bitte erscheinen Sie rechtzeitig (ca. 15 Minuten) vor Beginn der Prüfung, um den Beamer einzurichten und sich von dessen Funktionsfähigkeit zu überzeugen.
    • Berücksichtigen Sie, dass der Vorsitzende im Gegensatz zum Betreuer und zum 2. Gutachter die Arbeit nicht gelesen hat.
  • Die Dauer der mündlichen Abschlussprüfung je Prüfling soll unter Einschluss des Vortrages des/der Studierenden in Bachelor-Studiengängen 30 Minuten nicht unter- und 45 Minuten nicht überschreiten und in Master-Studiengängen 45 Minuten nicht unter- und 60 Minuten nicht überschreiten.
  • Die mündliche Abschlussprüfung orientiert sich schwerpunktmäßig an den Fachgebieten der Abschlussarbeit sowie (im Falle von Master-Studiengängen) an den Inhalten des Master-Studiums.
    • Ich stelle typischerweise Fragen, die sich direkt auf Ihre Abschlussarbeit oder auf damit zusammenhängende, wichtige Grundlagen aus dem Studium beziehen.
      • Beispiel 1: Sie verwenden in Ihrer Arbeit Digitalbausteine  mit ECL-Technologie. Mögliche Fragen: Wie funktioniert ECL? Welche wichtigen anderen Technologien für Digitalbausteine gibt es? Welche Eigenschaften hat ECL im Vergleich zu diesen? Warum haben Sie ECL gewählt?
      • Beispiel 2: Sie schreiben in Ihrer Arbeit: "Die differentielle Übertragung ist weniger störanfällig." Mögliche Fragen: Wie funktioniert die differentielle Übertragung? Warum ist sie weniger störanfällig? Welchen weiteren Beinträchtigungen ist eine Übertragung über eine elektrische Leitung ausgesetzt/Wie sieht das Ersatzschaltbild einer elektrischen Leitung aus, und was sind die wichtigsten Konsequenzen?
      • Beispiel 3: Sie verwenden die Programmiersprache C#. Mögliche Fragen: Was sind wichtige Eigenschaften von C#? Wie unterscheidet sich C# von in Ihrem Studium behandelten Programmiersprachen (z. B. C, C++)? Warum haben Sie C# gewählt?
      • Beispiel 4: Irgendwo in Ihrem Programmtext verwenden Sie das Schlüsselwort volatile. Mögliche Fragen: Welche Bedeutung hat das Schlüsselwort volatile? Warum verwenden Sie es an dieser Stelle, was passiert, wenn man es weglässt?