BE-SAFE SCHNEELASTEN

Seit der Katastrophe in Bad Reichenhall im Jahr 2006, dem Einsturz der Eishalle in Folge zu hoher Schneelast, sind öffentliche Gebäude unter ständiger Beobachtung ihrer aktuelle Auflast. Dies erfolgt weitgehend durch manuelle Überprüfung und oft auch Schätzen der Auflast aufgrund des gefallenen festen Niederschlags. Im Rahmen des Projektes soll auf einer digitalen Kartenbasis im Internet für wichtige Gebäuden farblich abgestuft, entsprechend der aktuellen Dachauflast, das Risiko dargestellt werden. Dafür werden verschiedene Dienste der Wetterämter genutzt, vor allem Niederschlag und Temperatur sind wichtig. Es wird eine Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe aus den Niederschlagsmengen und dem Temperaturverlauf über einen gewissen Zeitraum hinweg die Dachauflast modelliert werden kann. Schneewaagen an unterschiedlichen Standorten liefern echte Vergleichswerte und stellen damit eine permanente Verifikation der Messwerte sicher. Über eine ausgeklügelte Kommunikationskette werden alle Beteiligten über die aktuelle Situation informiert. So kann z.B. ein beauftragtes Reinigungsunternehmen ein Dach räumen, wenn ein kritischer Zustand erreicht sein sollte, gleichzeitig kann der Hausmeister das Gebäude sperren, bis es wieder gefahrlos betreten werden kann.

Projektpartner: Baumanagement Steglitz-Zehlendorf, Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Laschinski.

Finanzierung: EU Drittmittelfinanzierung über einen Forschungsassistenten.

Volumen: ca. 100.000 Euro.

Seit 05.2012, Laufzeit 18 Monate.

Echt-Zeiterfassung und kartographische Geovisualisierung von Dachauflasten öffentlicher Gebäude

UNTERSBERG

Aufbau eines Landinformationssystems für den Naturraum Untersberg

Der Untersberg liegt auf Grenze von Deutschland zu Österreich, gehört auf deutscher Seite zum Biosphärenreservat Berchtesgaden und auf wird auf österreichischer Seite wirtschaftlich genutzt. Holzeinschlag und der Abbau von Gestein liegen hier im Fokus. Über die vergangenen drei Jahrzehnte hinweg hat sich der Untersberg daher insbesondere auf österreichischer Seite stark gewandelt. Im Rahmen des Projektes soll ein umfassendes Auskunftssystem erstellt werden, das die aktuelle Landnutzung und Landbedeckung darstellt. Dafür kommen aktuelle, super hoch auflösende Bilddaten des Fernerkundungssystems WorldView2 zum Einsatz. Auf einer Maßstabsebene tiefer werden Daten des Satellitensensors RapidEye verwendet. Auf Basis historischer Geodaten und vor allem unter Nutzung historischer Landsat Bilddaten und Luftbilder der Landesvermessung Bayern soll dann untersucht werden, wie sich die Nutzung des Untersberges im Landschaftsbild wiederspiegelt.

Projektpartner: Biosphärenreservat Berchtesgaden, European SpaceImaging München, DLR DFD RESA Projekt.

Finanzierung: eigenfinanzierte Forschung.

Seit 03.2012.

GEOMEDIENBROWSER

Digitaler Geomedienbrowser zur Darstellung Historischer Karten von Berlin

Das Landesarchiv Berlin hat zur Aufgabe, alle historischen Kartenwerke Berlins zu verwalten. Diese liegen in analoger, gedruckter Form vor und können bei Bedarf eingesehen werden. Um die Karteninformation einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen, sollen diese über einen Geomedienbrowser im Internet dargestellt werden. Dafür werden die Karten zunächst gescannt, georeferenziert zu einem blattschnittfreien Mosaik mit einheitlicher Projektion verknüpft. Aus diesem Mosaik werden die eigentlichen Kachel ausgeschnitten, die letztlich zur Darstellung kommen. Herausforderung ist die Tatsache, dass Kartenwerke zu verschiedenen Zeiträumen mehrschichtig dargestellt werden und dass eine Verknüpfung mit einer Datenbank alter Straßennamen erfolgt.

Projektpartner: Landesarchiv Berlin, Kartenabteilung, Herr Matschenz.

Finanzierung: eigenfinanzierte Forschung, Machbarkeitsstudie, Vorprojekt.

Seit 01.2012.

URBAN

Urban Structure Monitoring and Urban Development

Urban areas have become the most popular places on Earth for men. More than 50% of mankind is living in urbanized areas. However, these regions show huge growth rates in Developing Countries. Phenomena like slums, very densely populated places, where the poorest of the poor people live, are a typical settlement in these 3rd world urbanized places. The project aims to detect actual settlement structures for different urbanized areas first. In a second step, the changes of urban structures are analyzed. The outcome is a qualitative and a quantitative report of the "urban habitat".

Project partner: University of Bamberg, 100 cities project at Arizona State University, DLR-RESA.

Financing: Beuth University research project.

Since 06.2012 ongoing